Mehr über mich

Meine Philosophie im Nähen ist: Alle, die Lust haben, zu nähen, können nähen! Ich möchte alle darin unterstützen, mit dem Nähen anzufangen, Fehler machen zu dürfen, und diejenigen Projekte anzugehen, die ihnen am meisten Freude bereiten. JedeR TeilnehmerIn soll auf ihre/seine Art nähen dürfen: Einige arbeiten ganz exakt, andere lassen Fünf auch mal gerade sein. Alle Aspekte im Nähprozess sind ebenso wichtig wie die Freude am fertigen Projekt, und aus Fehlern lernt man (auch gegenseitig) beim Nähen am meisten.

Das Nähen begleitet mich seit vielen Jahrzehnten. In Teenager-Jahren und während des Studiums nähte ich Kleider für mich oder für Uni-Theaterprojekte. Später, aber auch noch vor vielen Jahren, lernte ich bei einer Schneiderin & Modedesignerin in Berlin Tricks, von denen ich heute noch profitiere und die ich gerne weitergebe. Heute begleiten mich Näh-Literatur und -Podcasts beinahe täglich, und ich bin immer wieder von Neuem begeistert von diesem Handwerk, von der Genauigkeit und von der Möglichkeit, sich in Stoffe, Nähte und Konstruktionen zu vertiefen.

Mir machen alle Produkte, die durch das Nähen entstehen können, Freude, doch die Macht, Kraft und Freiheit, die einem das Nähen von eigener Kleidung gibt, ist unvergleichlich. Sie bestärkt uns darin, dass sich die Kleidung uns anzupassen hat und nicht wir uns der Kleidung (was wir eigentlich schon immer vermutet hatten)!

Ich habe ein Gymnasiallehrerdiplom in Englisch und Deutsch und habe mehrere Jahre für verschiedene freie Kulturorganisationen gearbeitet. In der Zeit, als meine zwei Töchter klein waren, habe ich eine kleine Kinderkleider-Kollektion genäht und verkauft (www.riinu.ch). Ausserdem glaube ich stark an die gegenseitige Vernetzung und Unterstützung, und habe deshalb damit angefangen, eine Art Adressbuch für Schweizer NäherInnen zu kreieren: www.der-faden.ch.

Eine unschätzbare Inspirationsquelle für mich ist die vor ein paar Jahren sehr stark gewordene autodidaktische Näh-Szene in England und Amerika. Die vielen kleinen Schnittmuster-Labels und die sehr direkte, unkomplizierte und verständliche Art, komplizierte Sachverhalte zu erklären, schätzte ich schon während meines Studiums an den Engländern und Amerikanern. In der Zwischenzeit sind auch in vielen anderen Ländern und Sprachen neue und spannende Labels entstanden.

Nicht zuletzt inspiriert mich der starke soziale Aspekt, den diese Szene hat: Zusammen zu nähen, macht Freude!

Katrin König, kontakt@kudri.ch
Zürich, 2021